Ein Loft einrichten: das Wesentliche des Industriestils
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Das Loft entstand aus der Umwandlung von Industrieräumen in Wohnräume. Von den Fabriken in SoHo bis zu den Werkstätten im Marais erfordern diese rohen Bauten – hohe Decken, Ziegelwände, Metallbalken – Möbel, die ihrem Charakter entsprechen. Kein Füllmaterial, sondern Stücke, die mit der Architektur in Dialog treten.
Der Sitz: zwischen industriellem Erbe und modernem Komfort
In einem Loft ist der Stuhl kein einfacher Sitz: Er ist ein skulpturales Element, das den Raum durchdringt. Der Navy Chair von Emeco, der 1944 für die amerikanische Marine entworfen wurde, ist vielleicht die Quintessenz dieses Ansatzes. Sein gebürstetes Aluminium fängt das Licht ein und altert anmutig, genau wie die Metallstrukturen, die es umgeben.
Für Durchgangsräume oder Kücheninseln bringt der Rowac Schemel Hocker eine neue Dimension. Seit 1888 in Deutschland produziert, ist es der Archetyp der Werkstattmöbel: Gusseisenbasis, Buchenholzsitz, keine dekorativen Zugeständnisse. Seine Schönheit liegt genau in dieser funktionalen Ehrlichkeit.

Der Tisch: Herzstück des Lofts
In einem Loft spielt der Tisch oft mehrere Rollen: Esszimmer, Büro, Arbeitsfläche, Empfangsbereich. Es muss groß sein – mindestens 200 cm für ein Loft, das diesen Namen verdient – und Präsenz zeigen, ohne den Raum zu überfordern.
Das Sinus-Untergestell mit seinem von der Werkstatt inspirierten Bockdesign wurde für diese Umgebung entwickelt. In Verbindung mit einer 220 oder 240 cm langen Platte aus massiver Eiche entsteht ein Tisch, der den gesamten Wohnraum verankert. Der Standfuß mit seinen unabhängigen Beinen ermöglicht ungewöhnliche Konfigurationen – L-förmige Tische, integrierte Arbeitsflächen, Mittelinseln.

Beleuchtung: Volumen formen
Die großen Volumina eines Lofts erfordern eine schichtweise Beleuchtung. Die Allgemeinbeleuchtung (häufig industrielle Pendelleuchten) sollte durch Akzentbeleuchtung ergänzt werden, die intime Bereiche im offenen Raum schafft. Genau das ist die Aufgabe einer Tischleuchte wie der Wästberg Pastille: einen warmen Heiligenschein auf einer Leseecke, einem Schreibtisch oder einem Sideboard zu platzieren.
Der w102 von David Chipperfield fügt sich mit seinem Gelenkarm aus Rohaluminium noch direkter in das Vokabular des Lofts ein. Seine architektonische Ästhetik reagiert auf die Metallträger und freiliegenden Kanäle.

Italienisches Design: ein raffinierter Kontrapunkt
Der Industriestil profitiert davon, dass er durch organischere Stücke gemildert wird. Der in den 60er Jahren in Modena entworfene Stagi/Leonardi-Stuhl führt eine Kurve ein, bei der alles ein Winkel ist. Sein Design aus geformtem Fiberglas steht im Dialog mit Metall und Beton, ohne sich ihnen jemals zu unterwerfen. Es ist diese Art von Kontrast, die einem Loft seine Seele verleiht: keine Ansammlung von Industrieobjekten, sondern ein Dialog zwischen Epochen und Materialien.


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